Auf dem Weg

Ich liege im Bett, das Licht geht an und ein Wesen („mein“ Mann) tritt an mich heran. Er verabschiedet sich kurz, denn er ist spät dran und ist schon wieder weg.

Auf dem Weg

Mehrere Gedanken finden sich in meinem Kopf ein:

Wow, dieses Verabschieden, wie einzigartig, so kann es nur dieser Mensch machen, die Stimme, die Worte, die Berührung. Danke, dass ich das erleben darf, denkt es weiter in mir während ich mich erhebe und vom Schlafzimmer durch den Flur ins Bad schlurfe und dabei einen kurzen Blick durchs Fenster auf die Straße schwach beleuchtete Straße werfe auf der sich die Sonne im Regen spiegelt.

Dieses Zusammentreffen von uns im Universum, zur gleichen Zeit sind wir hier, dürfen unsere Zeit zusammen verbringen, wow, das ist UNGLAUBLICH! Wir sind ein Teil des Ganzen. Wir befinden uns auf einer Kugel, die im Universum schwebt, die sich dreht und uns dennoch festhällt, uns beschützt.

WOW, wie selten konnte ich das bisher so sehen, denkt „es“ weiter in mir…während ich nach der Zahnbürste greife…

Und weiter denkt „es“: Die Menschen, die mich umgeben, wie lange sind sie noch da?

Wie oft würdige ich ihr „da sein“ wirklich?

Wie oft bin ich mir ihrer Einzigartigkeit bewusst, wie oft lasse ich es zu das Negativität, Probleme, Kritiksucht, Schuldzuweisungen und Ängste mich absorbieren?

Wie oft lade ich bei anderen Menschen meine Themen ab?

Ich stehe nun vor dem Spiegel mit der Zahnbürste in der Hand und treffe eine neue Entscheidung:  Diese Dankbarkeit, diese Einsicht integriere ich ab heute stärker als jemals zuvor in mein Leben. Ich staune, ich beobachte, ich bin dankbar, ich würdige.

Ich darf die Personen, die sich in „meinem“ Leben zeigen erleben, ich darf ihnen begegnen, von ihnen lernen, das ist der Moment , bald schon ist er vorbei, vielleicht auch unsere gemeinsame Zeit …die Zahnbürste rattert…

….ich bin auf dem Weg und ich nutze ab jetzt jeden Moment, sehe die Schönheit, die Chance, die Liebe, die sich durch die Person und mich selbst ausdrückt, die alles zusammenhällt.

Danke, danke, danke, denke ich während ich die Zahnpasta in das Waschbecken spucke.

 

Aloha und Namsté

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.