(Er)wach(s)en


(Co) Abhängigkeit entwickelt sich daraus, dass wir die Verantwortung für unser Leben und unser Glück unserem Ego und anderen Menschen überlassen.

-Charles L. Whitfield-

(Er)wach(s)en

Oft sind wir abhängig in Beziehungen zu anderen Menschen, oder identifizieren uns mit unserem Ich/Ego/Verstand/Geist /Ratio, denken, dieser Teil von uns könnte alleine unser Potential hervorbringen, andere müssten sich anders verhalten etc.

Das ist ein großer Irrtum, meine Erfahrung nach, der uns sehr krank macht. Wir identifizieren uns mit diesem Ich, dass sich aufbläht und das Drama in Kombination mit einem ungeliebten inneren, vielleicht sogar motzigen und trotzigen Kind, perfekt macht.

Wir beschuldigen andere Wesen, sie seien an unserem Elend und Unglück schuld. Wir geben die Verantwortung ab und merken erst einmal nicht, wie wir dabei uns selbst verletzen und das Feld des Mangels und Hasses nähren. Wir kaufen z.B. auch Dinge, die billig sind und unterstützen damit das Mangeldenken, wir nähren Gedanken des Hasses und stärken damit das Feld der Schuld und Angst.

Ich schätze Eckhart Tolle sehr und er ist ein äußerst wichtiger Lehrer für mich. Ich sehe allerdings unseren Geist heute als sehr wichtigen Part von uns an, voraussgesetzt er ist ein Teil von und nicht er „ist“ uns.

Im hawaiianischen Huna (ich beziehe mich hier auf die Literatur von Serge Kahili King und Dr. Diethart Stelzl, Ulrich Dupree) ist es das mittlere Selbst, das immer in Kontakt mit dem höheren und unteren Selbst steht (idealerweise ist sich der Mensch dessen bewusst).

Allgemein ist es  nach meiner Information in vielen schamanischen Traditionen so, dass es den Glauben an eine untere, mittlere und obere Welt gibt.

Die untere Welt, das Unbewusste oder Unterbewusstsein, das Es  (bekannt aus der Tiefenpsychologie-Freud, Jung, oder auch durch die Arbeit von Dr. Joseph Murphy-positives Denken und in der Hypnotherapie), im Huna, das innere Kind genannt, beeinflusst das mittlere Selbst, den Geist, das Ego.

Dies widerum erfährt Signale und Botschaften vom höheren Selbst, Gott, dem All Einen, dem Universum, der göttlichen Urquelle.

Aus meinem Verständnis heraus sind alle Ebenen wichtig, wir könnten es auch Körper, Geist, Seele nennen. Nimmt man eine weg, sind wir als Menschen nicht vollständig. Ein Teil des Ganzen hat dann die vollständige Kontrolle/Macht übernommen, hört die anderen nicht mehr, ist  übermächtig und damit zum Problem selbst geworden.

Es geht also meiner Ansicht nach um eine Integration aller Ebenen oder Teile (siehe hier auch die Arbeit mit dem inneren Team, oder die Teilearbeit, hier bewundere ich sehr die Arbeit von Gunther Schmidt), jede Ebene, jeder Teil hat ihren/seinen Part.

Keiner darf ausgehebelt oder diffamiert werden, überall sind Ressourcen, Fähigkeiten, Leben zu finden…und da bin ich immer noch der gleichen Meinung wie Eckart Tolle, es ist wichtig, dass wir die totale Identifikation mit  Geist/Ego/Ich und Körper loslassen, was heute ein vorherrschendes Muster zu sein scheint.

Auch sehe ich trotzige, motzige, unintegrierte innere Kinder bei scheinbar erwachsenen Menschen, die verwahrlost alleine und verlassen herumirren. Die scheinbar ihre liebevollen Eltern verloren haben und schimpfen wie die Rohrspätze, vor lauter Verwirrung und Vernachlässigung durch einen weisen Teil (in ihnen).

Dabei garnicht bemerken, wie sie projizieren, ablenken, manipulieren und das Feld von Verwirrung, Angst und Drama nähren. Ihr kreativer, wissenshungriger, lernbereiter und fröhlicher Aspekt wurde verdrängt.

Ich bin für die Transformation destruktiv agierender Teile, dieser geht allerdings Achtsamkeit und Erkenntnis sowie Würdigung voraus.

Dies kann man gut unterstützen, indem man, wie Eckhart so schön sagt, in die Stille geht, Beobachter wird, den Lärm abschaltet (Radio, Fernseh, Gerede und Geplapper) und auch in dem wir die Verantwortung in uns selbst wieder etwas gleichmäßiger verteilen.

Danke.

Aloha und Namasté

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